Die Elektronenröhre lebt...

 

Werdegang

Es ist schon gute 49 Jahre her, dass ich so
manches Wochenende verflucht habe,
einfach weil das Berichtsheft noch nicht den
Vorstellungen des Lehrmeisters entsprochen
hatte.

Heute weiß ich, dass eine Lehre als Elektro-
mechaniker bei der Firma SEL der Glücksgriff
schlechthin war.

Hier gab es auch die ersten Erfahrungen mit Transformatoren und Röhren.

Ich wäre gern geblieben; aber das geplante Einsatzgebiet Quarzlabor ließ mich bei der Firma
Berthold Fotosatz nach neuen Aufgaben suchen. Hier hatte die Zukunft begonnen; wenn auch
ein Bit aus zwei fingerhutgrossen Transistoren bestand...

Weitere Schritte waren der Endtest von Spezialmessgeräten der Firma Dr. Kamphausen sowie
der Aufbau eines Kundendienstes für elektronische Orgeln für die Firma Steinway&Sons. Damit
hatte mich die Röhre das erste Mal wieder eingeholt.

Nun, jetzt musste etwas Größeres her und es gelang....IBM. Da man in Berlin eine schnelle
Transformation von der Elektromechanik zur Elektronik anstrebte, sah ich noch bessere Chancen
durch 4 Semester Mess/Steuer/Regeltechnik mit Abschluss eines Technikers. Trotz vorhandener
Planstelle führte ein weltweiter Einstellungsstop zu einer Zwangspause von 4 Jahren, die ich in der
Entwicklungsabteilung einer Geldzählmaschinenfabrik nutzte. Dann ging es zurück zur IBM, wo ich
die letzten 30 Jahre meiner Laufbahn verbrachte. Zu den Highlights zählten ohne Zweifel 2 Jahre
im Labor San Jose USA.
 

Jetzt bin ich seit 8 Jahren im Ruhestand und wollte eigentlich mit einem Freund der guten alten
Hammondorgel ihren urspünglichen Sound zurückgeben. Wir hatten kein Röhrenprüfgerät, also
habe ich eines entwickelt.... die Röhre hat mich erneut eingeholt.

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